MPI-Workshop II: Konzepvergabe für landeseigene Liegenschaften
- Bauhuette 4.0
- 21. Juli
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Wie sieht eine idealtypische Ausschreibung für das Bauen mit biogenen Rohstoffen aus?

Im zweiten Workshop unserer vom Berliner Senat finanzierten MPI-Reihe stand das Konzeptverfahren für landeseigene Liegenschaften im Mittelpunkt. Im Einstein Centre for Digital Future kamen Vertreter*innen aus Verwaltung, Praxis, Forschung und Genossenschaften zusammen, um Hürden, Hebel und Chancen für nachwachsende Rohstoffe bei Ausschreibungen zu identifizieren.
Ein Impuls vom Berliner Immobilien Management (BIM) stellte die Bewertungsmatrix des Konzeptverfahrens für landeseigene Liegenschaften vor, mit Fokus auf Nachhaltigkeitskriterien wie Energieeffizienz, Mobilität und Regenbewirtschaftung. Die Diskussion zeigte:
Die Matrix wird als komplex empfunden, und trotz niedriger Zugangsschwellen bleibt die Erstellung eines vollständigen Entwurfs eine erhebliche finanzielle Hürde – gerade für junge Genossenschaften.
Ein zweiter Impuls von Stattbau ergänzte Einblicke aus der Beratungspraxis: In kooperativen Werkstätten wurde die Teilnahme am Konzeptverfahren teils als „Luxus“ empfunden. Gefordert wurden holistischere Kriterien, die kreative Baulösungen ermöglichen und sozialverträglichen mit ökologischem Wohnungsbau verbinden – Stichwort „Baukasten“-Prinzip.
Aufbauend auf den in Workshop I entwickelten Szenarien für Aufstockungspotenziale in Pankow (mit dem Value Chain Digital Model von CHORA, TU Berlin und Fraunhofer IPK) diskutierten zwei Arbeitsgruppen anschließend vier zentrale Fragen: von Herausforderungen bei der Verfahrensteilnahme über regulatorische Hebel bis zu internationalen Tools für Lebenszyklusanalysen (LCA). Genannt wurden u. a. SNAP, die Tegel-Matrix, BNB, One Click LCA sowie LEED und BREEAM als internationale Vorbilder.
Um die Skalierung des Bauens mit nachwachsenden Rohstoffen voranzutreiben, braucht es regulatorische Maßnahmen, klare Anreize und digitale, KI-gestützte Tools zur besseren Vergleichbarkeit von Konzepten – als Teil einer nahtlosen Integration entlang der Wertschöpfungskette vom Wald bis zur Stadt.
Die nächsten Workshops der MPI-Reihe folgen im Januar, März, April und Juni 2026.
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